Der Tunnel - ein Rückblick

Dies sei ein schandbares Stück Fernsehen, so lautete das Verdikt über den Dokumentarfilm „Der Tunnel“ des Tübinger Filmemachers Marcus Vetter innerhalb des SWR

... bis er den Grimme-Preis dafür bekam. Mit dem Film „Der Tunnel“ über einen Fluchttunnel, der kurz nach dem Mauerbau von West- nach Ostberlin gegraben wurde, wurde am Freitag den 4.3. die Reihe „Freitag bei Birol“ fortgesetzt, die von Cinema Jenin und Lorettina e.V. veranstaltet wird.

Die Bilder – zum Teil Originalfilmausschnitte von 1962 – beeindruckten durch die aktuelle Parallelität.

Wie gewohnt am ersten Freitag im Monat in Birol’s Café in der Ruth-Marx-Straße wurde nicht nur der Film gezeigt, sondern der Dokumentarfilmer aus der Südstadt war selbst mit einigen Mitstreitern anwesend.
Marcus Vetter und Saskia Metten, die seit zehn Jahren mit ihm zusammen arbeitet und hier im Loretto seine Filme schneidet, erläuterten die Schwierigkeiten, eine Finanzierung für anspruchsvolle Dokumentarfilme zu bekommen und welche Rolle Preise und Auszeichnungen dabei spielen. Und sie berichteten Aktuelles von Cinema Jenin.

Zum Abschluss wurden noch einige Trailer eingespielt – unter anderem von einem Film, an dem Mike Gentille gerade arbeitet. Er ist mit seiner 70jährigen Oma im Auto nach Jenin gefahren – das war eine Reise mit Hindernissen, und diesen Film wollen wir sobald wie möglich auch sehen!

Die Reihe wird im April fortgesetzt.